... und ein Spiel dauert dreißig Minuten.
So einfach ist das doch, oder? Sieben Wochen trainierten wir
Mädels von Siemens (auch genannt Sie-Chicks) nun schon fleißig und feilten an unseren Pässen, Torschüssen und Taktiken, um püntklich zu den Australian Corporate Games fit zu sein. Bei Wind und Wetter. Zu diesem Thema ein kleiner Exkurs. Melbourne zeigte sich am Wochenende nämlich äußerst solidarisch mit der deutschen Heimat. Es hagelte und stürmte und schüttete bei 13 Grad. Aber wir brauchen ja das Wasser.... seitdem sind wir nun glücklicherweise doch nicht zur Wasserrationierungsstufe 4 eingestuft worden, sondern bleiben bei 3A. Das heißt, wir dürfen weiterhin zu bestimmten Zeiten unsere Blumen gießen und in der Waschanlage das Auto waschen.
Aber das alles hilft einem ja nicht viel, wenn Samstag morgen unter diesen Umständen um acht Anpfiff der

Australian Corporate Games ist. Dieses Turnier besteht aus verschied

ensten
Sportarten (Volleyball, Bowling, Laufen, Schwimmen, Football, ...) und findet einmal im Jahr in
Melbourne statt. Zum Glück war unser Anstoß erst Sonntag und man war uns gnädig. Es windete, aber es blieb trocken. So versammelten sich also neun verschlafene Gestalten samt Anhängen und Schienbeinschonern im Albert Park, feuerten zunächst die Jungs an, um dann selber zur Tat zu schreiten. Vorrunde. Gegen die Medibank. Ja gut ähhh. Ich sag amal, da müssma besser werden, gar kein Thema, gell. 0:4. Und der Schwur, sich nie bei Medibank zu versichern.
Ein zweites Mal an diesem Wochenende gingen die Gedanken in Richtung Heimat - zu Hannover 96. Vollstes Verständnis.

Päuschen, Pläuschchen mit unserem Trainer Thorsten und schon gings weiter: gegen Deloitte. Unternehmensberaterinnen. Heieiei. Eklatante Lücken im Sturm, Mittelfeld und in der Abwehr machten unserer Torfrau das Leben schwer. 0:3. Zweite Niederlage. Die Motivation. Die Männer taten ihr Bestes, uns anzufeuern und hilfreiche Tips von der Seitenlinie zu brüllen. Good stuff, easy, easy. Nicht so schnell. Pressure. Defense. Wat denn nu? Mir wurde ganz schwindelig. Bei unserem letzten Spiel kam die liebe Sonne heraus und wir nahmen uns vor, alles nach vorne zu werfen, gegen die Mannschaft von Lonely Planet. Diese an sich praktischen und von mir höchst geschätzten Reiseführer kommen aus Melbourne - und kommen mir nicht mehr ins Haus. Mit 0:2 beschlossen wir das Kapitel der diesjährigen Corporate Games. An Erfahrung haben wir gewonnen. Nachdem wir die Männer bis ins Viertelfinale anfeuerten, ist uns nun auch die Zielvorgabe für das nächste Turnier klar: das Runde muss ins Eckige. Nun müssen wir das nur noch umsetzen. Genauso wie die Tatsache, dass wenn die Sonne scheint, man sich in Australien eincremen sollte. Aber gefeiert haben wir trotzdem.
Good stuff, ein schöner Tag mit lieben Kollegen und Freunden, und schwups ist man Mitglied einer Hallen-Frauen-Fußballmannschaft.

Umta-umta-umta-tätäräää, tätäräää........
Eure Änk mit der Nummer 8.