Kurz-Filmfestival in der Sydney Myer Music Bowl am Sonntagabend mit Roderick, Antonia und einem ord
entlichen Picknick. Montags früh um halb sieben dann wieder Empfangskomitee, dieses Mal in der Königsdisziplin: Hochzeitreisen. Annika und Stefan (oder auch Frau und Herr Kunk) gaben sich die Ehre. Hotel Stahn hatte die Betten gelüftet und den Schampus gekühlt, die Woche fing also gut an. Leider waren auf Schicht ein bis zwei Nachtschichten nötig, so dass wir unser Freizeitprogramm leider danach richten mussten. Dienstagabend war schon wieder alles im Lot und die Talsperren wurden beim Oriental Tea House gefüllt. War ja schließlich Karneval. Ja und dann kam Mittwoch. Abreisetag für Stefan und Annika in Richtung Adelaide (da muss es gerade was umsonst geben…) und Musiziertag für Antonia und Anke. Wir hatten uns eingebildet, man könne dieses Land nicht verlassen, ohne wenigstens einmal in ein australisches Alphorn (im Volksmund auch Didgeridoo genannt) geblasen zu haben. Eigentlich darf die Frau bei den Ureinwohnern das nicht, wie wir gelernt haben. Aber es hat keiner gesehen. Psst. Bei dem Didgeridoo handelt es sich um ein obertonisches Blasinstrument. Eine Stunde lang versuchten wir uns. Ich fühlte mich an Blockflötenzeiten mit Inga und Maren in der Musikschule erinnert. Allerdings war dieses hier mit Hyperventilation verbunden, so dass wir beide nach einer halben Stunde zwar meditative Klänge aus den guten Stücken heraus lockten – aber auch gleich ein meditatives Körpergefühl dazu bekamen, weil wir die zirkulative Atmung einfach nicht beherrschen. Oder könnt ihr euch mit der einen Hand auf den Kopf klopfen und mit der anderen den Bauch reiben? Wir hatten eine Menge Spaß! Bbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbb......Dann fand noch ein Treppenlauf auf den 1.000 Stufen in den Dandenongs statt, weswegen ich bis heute laufe wie ein Emu und schon war wieder Wochenende. Erneute Feuerwarnungen wegen Wetterumschwung – aber größere Katastrophen blieben zum Glück aus. Die Situation ist nach wie vor sehr angespannt und viele der Feuer sind noch nicht unter Kontrolle. Für diese Woche wird wieder Schlimmes erwartet, heute hat jeder von der Polizei Victorias eine Brandwarnung per SMS auf das Handy bekommen. Jeder ist froh, wenn der Sommer vorbei ist. (Offiziell ist er das übrigens seit heute. Das soll es nun also schon gewesen sein mit dem australisch
Jaaaa und Samstag dann ein ganz besonderes Schmankerl. In einer echten australischen Surferbude hab ich mir mein eigenes Brettchen bestellt. Nach Führung und Begutachtung der Werkstatt (und ihren Arbeitern…) hab ich mir ein Design überlegt und nun warte ich gespannt auf das gute Stück! Juhu, in zwei Wochen ist Taufe! Weiter ging es zum Hochzeitsnachfeiern von Christine und Stefan am Strand von Carrum und zu guter Letzt noch ein Geburtstagsessen mit und von Caro im italienischen Viertel Lygon Street. Happy Birthday! Dieses Viertel kannte ich bisher gar nicht, ist aber wunderbar. Man fühlt sich wie in Italien. Und lecker ist das auch!
Herrlich.Zum Aufklaren des Kopfes, wie könnte es anders sein, ging es Sonntag wieder nach Torquay, einmal surfen bitte. Und alles war wieder gut.
Nun sitze ich in meiner Wohnung und verkaufe mein Hab und Gut, um alles am Ende in zwei Taschen über den Ozean transportieren zu können. Wenn jemand also noch ein Auto, Campingstühle, Kocher, Kopfkissen, Wäscheständer oder auch Kleiderbügel braucht – einfach mal melden. Das kriegen wir hin.
Und dann möchte ich heute noch etwas ganz Besonderes aus der Familie bekannt geben: seit Samstag, dem 28.2.2009, hat die Welt nämlich einen Erdenbürger mehr. Der kleine Jakob ist gesund und munter geboren, herzlichen Glückwunsch für Mama Anna und Papa Martin und alles Gute für euch drei! Ich freue mich auf das erste Kennen lernen!
Cheers, die Tante aus Australien.
PS: Im Melbourne Album findet ihr einige neue Bilder der Stadt und ihrer Bewohner, geschossen mit meiner neuesten Errungenschaft.

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