Donnerstag, 11. September 2008
Besuhuch!
Sonntag, 31. August 2008
Melbourne im Sauseschritt – Just do it!
Das bringt mich zum letzten, leidigem Thema dieses Berichts – dem Wetter. Am Freitag dachte ich, ich hätte ihn gesehen, den Frühling. Erstmals während meines Aufenthaltes waren es in Melbourne tatsächlich mehr Grad als in Sydney, nämlich 18 bei strahlendem Sonnenschein. Was ein Lebensgefühl! Hurra! Samstag war auch noch ok, aber heute war der absolute Absturz. Seit Zieleinlauf heute morgen herrschen wieder Regen und Sturm. Brrr, was für ein Aprilwetter im August. Dabei ist morgen offizieller Frühlingsanfang. Was mir ein wenig Sorgen bereitet, sind die neuesten Aussagen der Australier: „Also so lange kalt und regnerisch war es wirklich schon lange nicht mehr. Aber wir brauchen auch nötig den Regen.“ Jaaaa…. Aber doch nicht gerade jetzt? Ich esse weiterhin fleißig alles auf, damit in knapp zwei Wochen für Torsten die Sonne scheint.
Ich muss ins Bett. Seid alle ganz lieb gegrüßt von Eurer Änk mit den schnellen Schuhen.
Dienstag, 19. August 2008
Im Westen viel Sonne
Zurück in Fremantle („Freo“) gabs ein feines Fischessen beim Italiener und ein noch feineres Eis. Die Stadt ist wirklich einen Besuch wert, überall gibt’s (anscheinend erst nachdem der America’s Cup hier in den 1970er Jahren gehalten wurde) nette Cafés und Bars und kleine Geschäfte…. Denen und dem Markt haben wir am nächsten morgen vor Abfahrt noch einen Besuch abgestattet. Da die Entfernungen in Western Australia (WA) riiiiesig sind (der Staat hat die Größe Indiens bei nur zwei Millionen Einwohnern, oder anders gesagt: er erstreckt sich auf einem Drittel des Kontinents und ist aber nur Heimat von weniger als zehn Prozent der Australier), mussten wir unser Programm ein wenig umstricken. So schafften wir es nicht, dem südlichen Tall Timber Country einen Besuch abzustatten, wo es Bäume gibt, die über 40m hoch sind. Dafür fuhren wir gen Süden an der wunderschönen Westküste Australiens bis nach Bunbury. Und nun haltet Euch fest: ich habe angebadet. Jawohl. Die Badesaison ist damit offiziell eröffnet. Im Moment gibt’s zum Baden noch gratis Antizellulite dazu, aber das kann nie schaden. Ich sag mal, war erfrischend. Aber bei 25-27 Grad Lufttemperatur muss man sich ja irgendwie abkühlen und irgendwann muss ja auch der neue Bikini getauft werden. Am Abend bestaunten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang (erstmalig ging für mich in Australien die Sonne über dem Meer unter) bevor Jasmin und ich endlich die leckere Fischspezialität der Gegend probieren konnten: Crayfish. Das sind große Hummer. Dazu frisches Brot. Mmmm!
Und schon war auch Sonntag. Aber bevor es auf den Rückweg ging, gabs noch eine Neuigkeit für die Wildlifewatchlist (Kängurus, Emus und sonstige Tierchen gehören zur Grundausstattung einer jeden Reise). Direkt am Strand von Bunbury schwomm ein Delphin und zwar seelenruhig direkt vor unseren Füßen! Flipper! Einfach schön.
Dann rief uns
Nun ist auch erstmal genug für den August mit der Reiserei. Jetzt heißt es, sich vorzubereiten auf das Nike Human Race am 31.08.2008: 10km mit Ramona durch Melbourne. Hauptsache, die Strecke ist ausgeschildert…. Hinterher kenn ich mich aus. Hoffentlich.
Mein nächster Besuch am Tullamarine Flughafen wird sein, wenn ich endlich Torsten abholen kann. Juhu, sonnige Aussichten!
Bis dahin, olympische Grüße aus dem Süden, Eure Änk.
PS: Ich moechte mal auf Ramonas Blog verweisen, da findet Ihr die Reisen allesamt aus anderer Sicht sowie weitere Ladungen an wunderschoenen Bildern von der Dame aus Sydney. Viel Spass!
http://ramona-in-sydney.blogspot.com/
Montag, 11. August 2008
Erster! Fertig!
Ich möchte an dieser Stelle noch erwähnen, dass wir am Sonntag in Canberra tatsächlich den kältesten Tag des Jahres erwischt haben. Wir ahnten es. Kennt ihr das Lied von Elisa Gabbai was sie immer bei Radio Gong zum ersten Schnee spielen? "Winter in Canberra, so weiß war das Land ... Es war Winter in Canberra. Ich stehe am Fenster und schau‘ in die Ferne, im Haus am Griffinsee. Ich seh‘ graue Wolken und suche die Sterne und wieder fällt der Schnee..."
Gute Nacht, eure Änk.
Warum fuhren wir nach Canberra?
Und jetzt wisst Ihr eigentlich auch schon alles über mein letztes Wochenende in Canberra, der Hauptstadt Australiens.
Denn nach einem Besuch auf dem Melbourne International Film Festival am Freitag ging es Samstag in aller Herrgottsfrühe mal wieder zum Flughafen (böse Zungen behaupten, ich würde mich in Melbourne eigentlich nur in Tullamarine auskennen, aber das ist völlig falsch…. Ich kenne nämlich auch noch das wunderschön gelegene Bayswater von meiner allmorgendlichen Reise. Aber das ist eine andere Geschichte.), um eine knappe Stunde später im kalten Canberra zu landen (5 Grad, Schneeregen). Um mich rum viele Skifahrer in voller Montur und Ramona aus Sydney, meine ständige Reisebegleiterin. Man hatte am Flughafen die Wahl zwischen Ski- und Surfbus, wir haben dann doch ein Taxi genommen. Wer will schon in Australien Ski fahren und wer will schon bei 5 Grad surfen (und wo…)?? Verrückt. Also ich sag mal, wir ha
Jedenfalls weiß ich jetzt die ungläubigen Blicke meiner Kollegen zu deuten, als ich das Reiseziel Canberra bekannt gab. Würde ich jetzt nicht für den ottonormalen Australientouristen empfehlen, ich habe selten eine Stadt mit so wenig Charakter gesehen. Trotzdem war es gut, mal das Regierungsviertel gesehen zu haben, immerhin konnten uns einige der netten Mitarbeiter im Parlament das politische System des Landes und seine Geschichte schön erläutern. Oder wusstet ihr, dass die Queen immer noch das Sagen hat als Staatsoberhaupt dieser konstitutionellen Monarchie? Außerdem ist es irgendwie auch schon wieder erstaunlich, dass man diese Stadt komplett im Nirgendwo geplant und gebaut hat, weil man sich zwischen dem wunderbaren Melbourne und aufregenden Sydney nicht einigen konnte und das vor erst ungefähr 100 Jahren! Was für eine junge Nation… Ende gut, alles gut.
Cheers, Eure Änk.
Montag, 4. August 2008
Money makes the world go round…
Nach drei Wochen im mittlerweile fast heimischen Melbourne war es Freitag mal wieder Zeit, die Koffer zu packen und das Land zu erkunden. Dieses Mal stand die größte Stadt des Kontinents auf dem Kalender: ein Besuch bei Ramönchen (ihr erinnert euch – sie war bereits in der Geschichte mit der Great Ocean Road im Juni in der Besetzung dabei) in Sydney.
Nach freitäglichen Umzugsaktionen mit Antonia ging es abends mal wieder quatti quatti nach Tullamarine Airport, meinem Zweitwohnsitz. Mit ein wenig Verspätung hoben wir ab, mitten in die winterlichen Windböen hinein. Hui! Eine ruckelige Angelegenheit – mehrere Landeanflüge später befand ich mich in Sydney. Endlich Sydney! So viel hatte ich schon gehört, ich war gespannt.
In Central wurde ich von einem bekannten Gesicht begrüßt – Ramona! Cheerio! Die Zugfahrt nach North Sydney (McMahon’s Point direkt am Hafen) zu ihrer Wohnung war schon mal viel versprechend: man fährt über die berühmte Harbour Bridge, mit Blick auf das CBD der Stadt sowie auf, wie könnte es anders sein, das wohl meist fotografierteste Gebäud
Außerdem – Zeit ist Geld. Weiter im Sauseschritt durch Downtown Sydney, ein wenig Shopping im Queen Victoria Building und dann per Zug und Bus nach Bondi Beach, Surfer schauen. Ui! Ui! Schön! Nach leckerem Abendessen mit frischem Meeresgetier haben wir uns ein wenig im Darling Harbour (eine der weiteren Buchten in der Innenstadt) vergnügt. Zuviel vergnügen kann man sich leider nicht, denn wie schon oben erwähnt: money makes the world go round. Dafür waren für den Preis im gemischten Kaltgetränk auch ausreichend Umdrehungen drin, so dass wir nur über Umwege nach Hause gefunden haben.
Ein Wochenende mit Ramona wäre kein richtiges Wochenende, wenn man nicht ein wenig was Extravagantes einschieben würde. Deswegen ging es auch nach einer weiteren kurzen Nacht früh morgens wieder zum Darling Harbour zurück (nur mit Sonnenbrille auszuhalten, sonst war das zu hell…), um uns der Whale watching Tour „The wild thing“ anzuschließen. Ich dachte mir „Ach, papperlapapp. Komme ich nun aus Norddeutschland oder nicht? The wild thing, im Hafen von Sydney, da wird’s wohl nicht schaukeln, wir fahren ja nicht nach Helgoland.“ Ich möchte an dieser Stelle nicht weiter auf die Fahrt an sich eingehen. Der Steuermann des 20 Mannbootes war bestimmt auch in der Bar am Vorabend gewesen und ich weiß jetzt auch, dass unmittelbar vor der Hafeneinfahrt von Sydney im offenen Meer die Wellen zwei bis drei Meter hoch sind. Was am Anfang noch von jedem mit Hurra und Jippiie beschrieen wurde, wurde dann auch nach eineinhalb Stunden zur leichten Qual, ich habe auch schön den letzten Drink vom Abend zuvor verflucht. Ramona schuldet der Firma Dramamine einen Dankesbrief, denn die Drogen haben sie diese Fahrt überleben lassen. Aber was tut man nicht alles für die Wale, die wir ja nun doch schon seit einiger Zeit suchen (da war sie wieder, die Wildlife Watchlist, ein wenig verstaubt aber nun um einige Punkte abgearbeitet...). Und tatsächlich haben wir Southern Right Whales zu Gesicht bekommen. Zweimal mit der Flosse gewinkt und ein bisschen geplanscht. Leider ist davon noch kein Foto in meinen Einflussbereich gelangt, sobald das der Fall ist, reiche ich es nac
Es war ein wunderschönes wackeliges Wochenende in der großen tollen Stadt Sydney, mit Traumwetter und einer wunderbaren Reiseleiterin der Frankegruppe – vielen Dank noch mal dafür an Ramönchen! Jetzt muss ich sie nur noch überzeugen, mir ihre Wohnung für Silvester zu überlassen… mal sehen. Jedenfalls freue ich mich auf weitere Besuche in der heimlichen Hauptstadt mit den vielen schicken Leuten, die ihre Sonnenbrillen spazieren fuehren – wenn mein Konto wieder Luft hat.
Nun fragt man sich: Melbourne oder Sydney, Sydney oder Melbourne? Wenn Sydney die glamouröse Diva ist, dann ist Melbourne die kuschelige Mutti. Und da wohne ich ganz gerne!
Einen Ausblick auf das nächste Wochenende zeigt der Wetterbericht von Canberra im Australian Capital Territory:
Saturday Mostly fine. Min -1 Max 11
Sunday Mostly fine. Min -1 Max 11
Ich sach mal: crispy crispy, wie der Australier sagt. Wenn man das in LEO nachschlägt, gibt es als Übersetzung alles zwischen knusprig und Parmesanhippe. Nächste Woche werde ich also berichten, vom parmesanhippigen Wetter in der Hauptstadt Australiens.
Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Woche aus der südlichen Hemisphäre, Eure Änk.
Sonntag, 27. Juli 2008
It’s something about Christmas time…
Es herrschen seit Wochen weihnachtliche Temperaturen von rund 4 – 14 Grad Celsius. Dazu ein herrlicher Landregen, abwechselnd mit Hagel, gerne auch mal waagerecht. Bei ALDI wird Glühwein feilgeboten, Marke „Christengel“. Ich warte also täglich auf das erste Weihnachtslied im Radio. Und tatsächlich - für das Wochenende 25. und 26. Juli wurden allerorts Weihnachtsfeiern anberaumt, Siemens veranstaltet seinen jährlichen Winterball. Man muss die Feste feiern, wie sie fallen und wenn die Australier nun also gerne Weihnachten feiern wollen, dann machen wir doch glatt mit! Was isst der Deutsche gerne an Weihnachten? Na klar, Raclette. Attänschen, a Pfännschen! Dieses Gerät löste bei den Australiern totale Begeisterung aus – ein Tischbarbecue ist nun wirklich eine feine Erfindung der Europäer. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Antonias Chef, der uns seinen Gourmetgrill überlassen hat, denn keiner von uns hatte bei seiner Packliste für Australien an ein Raclettegerät gedacht.



Nachdem das Menü also feststand, hieß es gestern für Antonia und mich mal wieder, einen samstäglichen Ausflug mit Corolla nachn ALDI hin zu machen. Nach 1,5 Stunden war der Wagen bestens gefüllt, falls Weihnachten länger dauern sollte oder der Wintereinbruch schlimmer würde, waren wir bestens präpariert. Für eine horrende Summe gabs dann sogar Original stinkenden Raclettekäse von Heidi. Lecker!
Kürbissüppchen gekocht, alles andere geschnippelt und schon bescherten wir uns eine besinnliche Feier bei Rolf Zukowskis Weihnachtsliedern und ein wenig Dekoration. Weil hier gerade die Osterglocken blühen, haben wir Ostern gleich noch mitgefeiert.
Ich wünsche Euch allen ein besinnliches Weihnachtsfest und frohe Ostern im Kreise Eurer Lieben.
Cheers, Eure Änk.
PS: Es ist nicht gut, zu lange auf dem Kopf zu stehen.
