Donnerstag, 29. Januar 2009

Heiße Sache

Ich sitze unter meiner Klimaanlage, froh, mich gerade auf 28 Grad abkühlen zu können. Nun hab ich acht Monate lang gejammert über Wind und Wetter und nun hab ich den Salat: die größte Hitzewelle seit über 100 Jahren rollt über Victoria. Seit Dienstag steigen die Temperaturen, bis sie heute nachmittag ein bisheriges Hoch erreichten: 45,3 Grad in der Stadt, 51 Grad zu Hause. Und das ist gemessen im Schatten und in Celsius. Letzte Nacht hat niemand, mit dem ich gesprochen hab, geschlafen: jeder wandelte durch seine vier Wände, auf der Suche nach einem kühlen Plätzchen. Das gab es leider nicht, denn auch nachts ist Hitze angesagt: 35 Grad. Wenn man denkt, der Wind bringt Erfrischung, täuscht man sich gewaltig - es ist, als wenn einem einer einen Fön ins Gesicht hält. Wir sitzen also im Backofen mit Heißluft. Schön. Die Schwimmbäder werden nicht geheizt, sondern gekühlt, die Züge fallen aus, weil die Schienen sich verformen, Waldbrände auf der Mornington Penninsula, man darf draußen kein Feuerzeug mehr verwenden, die Landschaft ist total verdörrt und die Stromversorgung bricht zusammen, weil zuviele Klimaanlagen laufen. Die Spieler der Australian Open mussten gestern bei rund 60 Grad Tennis spielen - nicht gerade menschenfreundlich, wie Inga-Marie heute morgen sehr richtig bemerkte. Inga und Hendrik besuchen mich gerade - und haben den besten Platz auf ihrer Matratze in meinem Wohnzimmer: sie liegt vor der Klimaanlage. Wir alle freuen uns auf das Wochenende - es soll drastische Abkühlung bringen (35 Grad). Für uns bringt es in jedem Fall einen Strand mit Wellen zum Surfen. Ohne Neoprenanzug.

Cheerio, Änk aus der Langnesewerbung.

2 Kommentare:

Der Ranger hat gesagt…

Tja, liebe Anke. Bin heute Morgen in Deutschland gelandet... bei -2°C und Schnee in München!!! Freu dich also schonmal auf kommende Woche, da wird es richtig "drastische" Temperaturunterschiede für dich geben:-)
Grüßle
Simän

Anonym hat gesagt…

Änk, ich schick Dir ein Meer aus Eiswürfeln, auf dass Du mit einer Arschbombe eintauchst.