Nach drei Wochen im mittlerweile fast heimischen Melbourne war es Freitag mal wieder Zeit, die Koffer zu packen und das Land zu erkunden. Dieses Mal stand die größte Stadt des Kontinents auf dem Kalender: ein Besuch bei Ramönchen (ihr erinnert euch – sie war bereits in der Geschichte mit der Great Ocean Road im Juni in der Besetzung dabei) in Sydney.
Nach freitäglichen Umzugsaktionen mit Antonia ging es abends mal wieder quatti quatti nach Tullamarine Airport, meinem Zweitwohnsitz. Mit ein wenig Verspätung hoben wir ab, mitten in die winterlichen Windböen hinein. Hui! Eine ruckelige Angelegenheit – mehrere Landeanflüge später befand ich mich in Sydney. Endlich Sydney! So viel hatte ich schon gehört, ich war gespannt.
In Central wurde ich von einem bekannten Gesicht begrüßt – Ramona! Cheerio! Die Zugfahrt nach North Sydney (McMahon’s Point direkt am Hafen) zu ihrer Wohnung war schon mal viel versprechend: man fährt über die berühmte Harbour Bridge, mit Blick auf das CBD der Stadt sowie auf, wie könnte es anders sein, das wohl meist fotografierteste Gebäud
Außerdem – Zeit ist Geld. Weiter im Sauseschritt durch Downtown Sydney, ein wenig Shopping im Queen Victoria Building und dann per Zug und Bus nach Bondi Beach, Surfer schauen. Ui! Ui! Schön! Nach leckerem Abendessen mit frischem Meeresgetier haben wir uns ein wenig im Darling Harbour (eine der weiteren Buchten in der Innenstadt) vergnügt. Zuviel vergnügen kann man sich leider nicht, denn wie schon oben erwähnt: money makes the world go round. Dafür waren für den Preis im gemischten Kaltgetränk auch ausreichend Umdrehungen drin, so dass wir nur über Umwege nach Hause gefunden haben.
Ein Wochenende mit Ramona wäre kein richtiges Wochenende, wenn man nicht ein wenig was Extravagantes einschieben würde. Deswegen ging es auch nach einer weiteren kurzen Nacht früh morgens wieder zum Darling Harbour zurück (nur mit Sonnenbrille auszuhalten, sonst war das zu hell…), um uns der Whale watching Tour „The wild thing“ anzuschließen. Ich dachte mir „Ach, papperlapapp. Komme ich nun aus Norddeutschland oder nicht? The wild thing, im Hafen von Sydney, da wird’s wohl nicht schaukeln, wir fahren ja nicht nach Helgoland.“ Ich möchte an dieser Stelle nicht weiter auf die Fahrt an sich eingehen. Der Steuermann des 20 Mannbootes war bestimmt auch in der Bar am Vorabend gewesen und ich weiß jetzt auch, dass unmittelbar vor der Hafeneinfahrt von Sydney im offenen Meer die Wellen zwei bis drei Meter hoch sind. Was am Anfang noch von jedem mit Hurra und Jippiie beschrieen wurde, wurde dann auch nach eineinhalb Stunden zur leichten Qual, ich habe auch schön den letzten Drink vom Abend zuvor verflucht. Ramona schuldet der Firma Dramamine einen Dankesbrief, denn die Drogen haben sie diese Fahrt überleben lassen. Aber was tut man nicht alles für die Wale, die wir ja nun doch schon seit einiger Zeit suchen (da war sie wieder, die Wildlife Watchlist, ein wenig verstaubt aber nun um einige Punkte abgearbeitet...). Und tatsächlich haben wir Southern Right Whales zu Gesicht bekommen. Zweimal mit der Flosse gewinkt und ein bisschen geplanscht. Leider ist davon noch kein Foto in meinen Einflussbereich gelangt, sobald das der Fall ist, reiche ich es nac
Es war ein wunderschönes wackeliges Wochenende in der großen tollen Stadt Sydney, mit Traumwetter und einer wunderbaren Reiseleiterin der Frankegruppe – vielen Dank noch mal dafür an Ramönchen! Jetzt muss ich sie nur noch überzeugen, mir ihre Wohnung für Silvester zu überlassen… mal sehen. Jedenfalls freue ich mich auf weitere Besuche in der heimlichen Hauptstadt mit den vielen schicken Leuten, die ihre Sonnenbrillen spazieren fuehren – wenn mein Konto wieder Luft hat.
Nun fragt man sich: Melbourne oder Sydney, Sydney oder Melbourne? Wenn Sydney die glamouröse Diva ist, dann ist Melbourne die kuschelige Mutti. Und da wohne ich ganz gerne!
Einen Ausblick auf das nächste Wochenende zeigt der Wetterbericht von Canberra im Australian Capital Territory:
Saturday Mostly fine. Min -1 Max 11
Sunday Mostly fine. Min -1 Max 11
Ich sach mal: crispy crispy, wie der Australier sagt. Wenn man das in LEO nachschlägt, gibt es als Übersetzung alles zwischen knusprig und Parmesanhippe. Nächste Woche werde ich also berichten, vom parmesanhippigen Wetter in der Hauptstadt Australiens.
Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Woche aus der südlichen Hemisphäre, Eure Änk.

3 Kommentare:
Reich & schoen in Australien waere wohl auch ne angemessene Ueberschrift gewesen, oder?;-)
Ein beneidenswertes Wochenende!
Viel Spass beim Frieren kommendes WE, wird mir nicht anders gehen, es geht naemlich in die Berge!
Gruessle gen Osten
Siemaen
Ach Anke, Du warst tatsaechlich wieder schneller als ich! Aber ich hab kraeftig nachgelegt... erstaunlicherweise mit sehr aehnlichem Wortlaut, damit sei auch bewiesen, dass wir das WE wirklich zusammen verbracht haben ;)
J
etzt muss ich erstmal Muetze und Handschuh fuer das naechste WE kaufen. Bereit fuer die Schneeballschlacht???
Na wenn du was gegen Zel... brauchst kannst dich am kommenden Wochenende ja mit Schnee einreiben, duerfte auch helfen;-) Oder Urlaub in Asien machen und dich fuer Stunden massieren lassen, das wuerde ich eher machen.
Also, frohes Frieren
Siemaen
Kommentar veröffentlichen