Nachdem wir am Freitagabend die erste Geburtstagparty erfolgreich gefeiert haben, war gestern ein ruhiger Tag in der Sonne in der Stadt genau das Richtige für mich. Nach einem Abstecher zur Post (leider erfolglos, das wird noch länger dauern, bis ich das in die Wege leite… ) und ein bis zwei kleineren Shoppingerfolgen (nice shoes und DAS Australien Must-have: eine Sonnenbrille! Juhu, wieder ein Schritt näher an der Australierin!) bin ich los. Unterwegs noch mal angehalten, um folgenden Blick für Euch und die Nachwelt festzuhalten:

Wenn man das täglich sieht, dann weiß man erstens, dass es gerade Herbst hat und zweitens, dass Frau alles richtig gemacht hat. Melbourne ist einfach eine unglaublich schöne Stadt! Mit meiner Spiegelreflexkamera hätte ich das bestimmt noch viel schöner machen können, leider habe ich nach den ersten Bildern festgestellt, dass ich keinen Film drin hatte. Äh.
In der Stadt gings dann am Yarra River flanieren, bei herrlichstem Herbstwetter. Da kam Frau doch glatt in den drei Pullis ins Schwitzen. Dann einen Abstecher auf eines der höchsten Gebäude der südlichsten Hemisphäre: den Eureka Tower. Kann man auch drin wohnen, schwankt bei Wind bis zu 600mm. Hui! Aus dem 88. Stockwerk bietet sich Einem folgender Blick über die Stadt und die Port Phillip Bay:
In der Stadt gings dann am Yarra River flanieren, bei herrlichstem Herbstwetter. Da kam Frau doch glatt in den drei Pullis ins Schwitzen. Dann einen Abstecher auf eines der höchsten Gebäude der südlichsten Hemisphäre: den Eureka Tower. Kann man auch drin wohnen, schwankt bei Wind bis zu 600mm. Hui! Aus dem 88. Stockwerk bietet sich Einem folgender Blick über die Stadt und die Port Phillip Bay:

Dann musste ich auch schon wieder von dem schnellen Fahrstuhl im Gebäude Gebrauch machen, denn Patricks Geburtstagskaffee stand an. Den haben wir in der Sonne genossen und uns dann weiter in Richtung Docklands aufgemacht. Dort entsteht in der alten Hafengegend ein neues Viertel, ausgestattet mit unglaublich viel Kunst. Die gibt es in Melbourne wirklich an jeder Ecke und überall, wie ein riiiiesiges Kunstmuseum!
Nachdem wir dann an einer Fish&Chips Bude draußen bei mittlerweile nur noch gefühlten 10 Grad zu Abend gegessen haben, haben wir einen Versuch gestartet, unsere Reisekassen aufzubessern und sind in das größte Casino der südlichsten Hemisphäre gegangen – ins Crown Casino. Einsatz: 3 AUD, Gewinn: 4,50 AUD. Gar nicht schlecht! Wir konnten uns gerade noch losreißen, bevor wir größere Schritte ins Verderben getan hätten. Ich habe mit leicht ungläubigem Blick den Melbourne Pokercup verfolgt – Wahnsinn! Wie viel Geld! Überhaupt, dieses Klingeln der Münzen, wenn ein Einarmiger Bandit die Knete ausspuckt. Das lässt BWL’er Herzen doch glatt höher schlagen…Heute stand dann wieder einmal frühes Aufstehen auf dem Plan. *gähn* Das weiße Safarimobil hat uns nach Phillip Island gefahren, einer Insel im Südosten der Stadt. Bekannt für die kleinsten Pinguine der südlichen Hemisphäre sowie Koalas und die größte Fellrobbenkolonie von der südlichen Hemisphäre. Oha! So viele Punkte auf der Wildlife Watch List, die wir am Ende des Tages alle abgehakt wissen wollten.
Zunächst mal machte mir das Safarimobil Sorgen. Die Reifen sahen doch platt aus. Also habe ich meine Mitfahrer ins Mc Café geschickt, schon mal Kaffee ordern. Das dauert hier immer alles länger. No worries. In der Zeit habe ich die Tankstelle nach einem Luftdruck Dingsda abgesucht. Gefunden. Der Schlauch war zwar nur notdürftig mit Panzerklebeband zusammen geflickt, aber kam Luft raus. Ventile ab, Luft drauf. Alles was geht, viel hilft viel. Sonst macht das ja immer Torsten und mein Part ist eigentlich verständnisloses Kopfschütteln. Mist. Naja. Meine Mitfahrer sind jedenfalls vom Hocker gefallen, als sie gehört haben, was ich so gemacht habe
während ihres Frühstücks und sind erstmal schnurstracks zur Tanke zurück und haben doch tatsächlich die Ventile aufgemacht und die ganze schöne Luft wieder abgelassen. Hä?? Es herrschte auch ein wenig Uneinigkeit über die notwendige Druckmenge in den Schlappen. Dazu kam noch, dass ich wohl ein wesentliches Schild an der Luftdrucksäule übersehen hatte: Sorry this hose not in use. Huch! Ich kenne nur Hose locker. Das wird auch der Grund gewesen sein, warum die Druckanzeige nicht ging. Nach Gefühl und Wellenschlag von drei Jungs und meinen Kommentaren diesbezüglich sind wir mal los.
Auf der kleinen Insel selber sind wir dann erstmal im Koala Conservation Center den kleinen Pelzkugeln näher gekommen und haben einiges über sie und ihre Verdauung von Eukalyptusblättern gelernt. Das ist nämlich nicht so ohne. Die Stoffwechselendprodukte waren in dem Park auch deutlich häufiger zu sehen, als die Produzenten selber. Aber die Viecher sind niedlich! Und faul! Sie hängen einfach zusammengerollt in den Astgabeln, so dass sie nur schwer zu sehen sind. In freier Wildbahn haben wir sie heute trotz angeblicher Vielzahl leider nicht gesehen. Koalas gibt es übrigens nur in der südlichen Hemisphäre und hier auch nur in Australien. Sie haben ein winziges Gehirn, dass in viel zu viel Flüssigkeit schwimmt, was sie nicht gerade zu den intelligentesten Wesen der südlichen Hemisphäre macht.Dann gabs noch Wallabies und Pelikane und schließlich wollten wir bei den „Nobbies“ die Robbenkolonie begucken. Leider waren die mit Brüten für dieses Jahr schon fertig und somit blieb uns nur die Ahnung von vielen Tieren auf den Felsen weit draußen. Aber eine schöne Küste ist es allemal… Da der Trip nach Kanagaroo Island vor Adeleide schon gebucht ist, besteht bezüglich dieser Tierart kein Stress, denn dort soll es auch nur so wimmeln davon. No worries.
Zum Abschluss dieses Ausfluges standen die kleinsten Pinguine der südlichen Hemisphäre auf dem Programm. Die kommen nämlich hier abends bei dunkeln nach getaner Arbeit immer an Land, um in ihre Bauten zurück zu kehren. Sie sind nur 30 cm groß! Das war vielleicht lustig! Für so kleine Tiere ist es wohl ganz schön schwer, bei der Brandung an Land zu kommen. Sobald ein weiterer zu gerade aufgerichteten Kollegen von einer Welle an Land gespült wurde, sind alle wieder umgefallen und es ging von neuem los. An Land dann sind sie in Schräglage über den Strand gewatschelt, in Affenzahn Tempo und laut quatschend. Was für ein Spektakel! Das fanden auch die gefühlten 328470439857 Asiaten, die nach dortiger Art und Weise ALLE in der ersten Reihe standen …. Leider durfte man keine Fotos machen. Es gibt Pinguine auch nur in der südlichen Hemisphäre, weil nämlich der Äquator die Grenze für sie ist, die können nämlich Hitze nicht so ab. Da sind sie hier genau richtig, hier ist nämlich alles andere als warm. Jeder, der sagt, Australien sei heiß und trocken, der lügt. Ich schlafe mittlerweile mit vier (4!) Decken, aber das nur am Rande. Pinguine haben ja genug Federn und Wachs um sich rum.
So. Wieder was gelernt. Wenn man sich anschaut, welche Länder sich noch in der südlichen Hemisphäre befinden, klingt das alles schon gar nicht mehr so toll. Aber das muss man ja auch nicht. No worries.
Nach kurzem Disput über den Weg und einem Besuch bei Red Rooster (auch abgehakt) sind wir nun also bereit für die nächste Woche an der Werkbank, in der ich hoffentlich auch in meine eigenen vier Wände einziehen kann! Yihea!
Ich wünsche Euch eine schöne Woche! Cheerio, Eure Änk

3 Kommentare:
Hi Änk,
deine Berichte lesen sich echt toll und machen Lust mal wieder zu verreisen! Es ist auch schon so lange her...
Hier kann sich das Wetter auch nicht so recht entscheiden, ob es schon zum Sommer übergeht, im Moment wirds gerade wieder schlechter (also recht übliches Hamburger Sommerwetter). Allerdings wechselt es nicht so schnell, wie in Victoria.
Meine These ist, dass die Aussies wegen des wechselhaften Wetters nur in kurzer Hose und Flip Flops rumlaufen. So trocknet man auch schneller:))
Liebe Grüsse von mir und Anna
Greets von anderen Menschen auf der suedlichen Hemisphaere:-)
ich habe folgendes zu deinem eintrag zu sagen:
- ich habe 100 Rand verzockt im Casino, da hast also besser abgeschnitten
- bei uns ist auch scheiss kalt und ich verwende 3 Decken (Maenner sind eben doch haerter)
- bei mir sind die Pinguine ca. 40 cm gross, also in Kapstadt;-)
Da kann man mal sehen, auf der suedlichen Hemisphaere ist fast alles gleich:-)) Wir fahren sogar auch links!
Gruessle ausm Westen
Simaen
Hallo, andere Schwiegertochter,
jetzt zähle auch ich zu deinen regelmässigen Bloglesern. Is irgendwie komisch, in deinem Blog über die Gegend zu lesen, in der man selber vor nicht allzu langer Zeit war. Das Fernweh wächst...
Ich lese heraus, dass es dir in der suedlichen Hemisphere ganz gut geht. Dat is jut. Der erste Monat wäre damit auch erfolgreich geschafft. Herzlichen Glückwunsch. Weiter so. In Deutschland is es doof. Da gibt es keine Koalas, keine Pinguine, keine Kokaburras und so viele anderen tollen Dinge. Geniess es. Hier is allerdings das Wetter gerade toll. Donnerstag soll es hier 32 Grad kriegen. Und ich brauch bloß eine Decke zum Schlafen!
Also, liebe Grüße und bis gleich sagt Anna
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